Dead Space – erschreckend gut

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Zombieüberfall

Zombieüberfall

Dead Space. Schon der Name verrät die wichtigesten Sachen, die man über das Spiel wissen muss. Es spielt im Weltraum und es geht um Zombies. Na gut, ein wenig mehr steckt dann doch dahinter.

Das gewaltige Raumschiff USG Ishimura, ein Schiff, das ganze Planeten nach Rohstoffen durchsucht und -bohrt und dabei völlig zerstört, ist Schauplatz der Handlung. In der Rolle des Ingenieurs Isaac und in Begleitung von Techinkerin Kendra und Captain Hammond wird man dorthin beordert, nachdem ein mysteriöser Hilferuf von dort abgefangen wurde. Isaac hat auch noch ein persönliches Interesse an dieser Mission, denn seine Freundin Nicole befindet sich auf der Ishimura.

Als die Reperaturcrew sich der Ishimura nähert, werden sie plötzlich vom Traktorstrahl erfasst und in das Landedeck gezogen. An Board des riesigen Bohrschiffs regt sich jedoch kein Lebenszeichen. Im Gegenteil, die gesamte Besatzung ist einem Virus zum Opfer gefallen, der scheinbar von dem Planeten stammt, den die Ishimura gerade abgrasen sollte. Landungsteams haben infizierte Proben auf das Schiff gebracht, wo sich der Virus rasant ausbreitete und die ganze Besatzung dahinraffte. Doch die Infizierten blieben nicht tot, sie mutierten zu bösartigen Zombies, die jedem, der den Virus noch nicht trägt, nach dem Leben trachten.

Das einzige Ziel der Crew ist es jetzt noch, am Leben zu bleiben, doch ihr eigenes Raumschiff wird schon bald nach ihrer unsanften Ankunft von Zombies zerlegt. Also bleibt nur, die Ishimura selbst wieder flott zu kriegen und damit der Hölle zu entkommen. Außerdem gibt es immer wieder Lebenszeichen von Nicole, die es demnach auch zu retten gilt.

Dead Space Shop

Der Shop

Und so beginnt Isaacs Quest quer durch die verschiedenen Bereiche der Ishimura. Quest deswegen, weil Dead Space doch einige RPG Elemente aufweist. So gibt es in jedem Level mindestens einen Shop, in dem man sein Inventar erleichern und seine Geldbörse polstern kann. Mit Einergieknoten kann man an Werkbänken seine Waffen aufbessern, mit genügend Credits kann man sich neue Gegenstände wie zum Beispiel einen besser gepanzerten Anzug oder Medipacks leisten. Es ist nicht wie bei einem gewöhnlichen FPS, bei dem man durch ein Gebiet rennt, alles niederschießt und am Ende gelangt man ins nächste Gebiet. Nein, hier haben die verschiedenen Levels je nur einen Eingang, durch den man nach Abschluss der Mission auch wieder raus muss. So ergaben sich für die Entwickler natürlich zahlreiche Möglichkeiten, den Spieler überraschen: hat man noch vor ein paar Mission einen Bereich weitestgehend von Zombies gesäubert, so kann es beim nächsten Besuch in diesem Level gut sein, dass alles ganz anders aussieht und man unversehens der neuesten Ausgeburt des Virus gegenübersteht – oder von ihr in den Rücken gefallen wird.

Zombiepüree

Zombiepüree

Ohnehin zielt die gesamte Atmosphäre des Spiels auf einen kontinuierlichen Horror ab, an keiner Stelle des Raumschiffs fühlt man sich wirklich sicher. Die imposante Geräuschkulisse suggeriert, dass man ständig verfolgt wird und die ab und zu ausfallende Beleuchtung tut ihr übriges. Wenn dann plötzlich ein Zombiemutant aus dem Lüftungssystem gesprungen kommt und, während man den bekämpft, hinter einem zwei weitere auftauchen gefriert das Blut schonmal in den Adern; so lange, bis man so lange rückwärts gelaufen ist, bis man eine sichere Wand im Rücken hat und das fliegende Sägeblatt der Ripper Waffe alles, was sich vor einem befindet, in Stücke hackt.

Je mehr Missionen man erledigt, desto mehr von der Story kann man erfahren. Wie viele Details, bleibt dem Spieler jedoch selbst überlassen, denn die Story verteilt sich auf Text-, Audio- und Videologs von ehemaligen Besatzungsmitgliedern, die aber oftmals ihr Wissen nur widerwillig preisgeben.

Man merkt, dass den Entwickern ein realistisches Spielgefühl sehr wichtig war. Wenn man sein Inventar aufruft, oder einen Blick auf die Karte wirft, dann öffnet sich nicht ein komplettes Overlay mit Menübildschirm, sondern Isaacs Anzug projiziert ein Hologramm vor seine Nase, durch das man mit den Pfeiltasten navigieren kann. Man wird niemals aus der Atmosphäre des Spiels herausgerissen, was auch heißt, dass man schonmal in Stücke gerissen werden kann, während man eigentlich nur kurz auf die Karte gucken wollte. Zum Glück ist das nicht so oft nötig, denn durch Drücken der Strg-Taste wird einem der richtige Pfad angezeigt.

Fazit:

Während man also bei der Reperatur der Ishimura fortschreitet und stetig auf der Suche nach seiner Freundin ist, enthüllt man immer mehr über die Hintergründe und den Hergang der Infektion. Hinter jeder Ecke könnte ein bisher unbekannter Mutant lauern, oder man trifft auf einen Überlebenden, der gerade qualvoll verendet. Der visuelle Stil und die grandiose Geräuschkulisse machen Dead Space zu einem der atmosphärischsten Spiele aller Zeiten.

Gruselkabinett

Gruselkabinett

Zusammenfassung:

  • Atmosphäre garantiert Dauergänsehaut
  • Top Sound
  • Grafisch auf Höhe der Zeit
  • Mysteriöse und mitreißende Story
  • RPG-ähnliches Gameplay

Gesamtwertung:

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