The Path – Nichts für schwache Nerven

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Heutzutage beschweren sich viele Leute darüber, dass kaum Spiele mit einem frischem Spielprinzip erscheinen. Dass es davon jedoch eine Menge gibt wissen die wenigstens. Eines dieser Spiele ist The Path vom Independententwickler Tale of Tales.

The Path ist eine moderne Version des Märchens Rotkäppchen von den Gebrüdern Grimm. Es geht darum, dass eine Mutter nacheinander ihre 6 Töchter losschickt, um der Großmutter, welche in einem Haus im Wald lebt, einen Picknickkorb vorbeizubringen. Doch im Wald lauert Gefahr.

Diesen Pfad sieht man nur kurz im Spiel

Diesen Pfad sieht man nur kurz im Spiel

Zu Beginn des Spiels wählt man eines von 6 „Red Girls“ aus und dann geht es auch schon los. Man startet auf dem namensgebendem Pfad im Wald. Das Spiel teilt einem mit, dass man den Pfad nicht verlassen soll. Jedoch wäre es langweilig, wenn man sich daran hielte. Also geht man vom Weg ab und dann zeigt das Spiel, was es kann: Horror verbreiten. Die Atmosphäre, untermalt von monoton melancholischer Musik, im Wald ist bedrückend und verbreitet das Gefühl, dass irgendetwas böses den Charakter permanent beobachtet. Dabei gibt es in dem Spiel weder Waffen noch Gegner. Im Wald selbst gibt es jedoch einiges zu entdecken. So findet man verschiedene Gegenstände, kann Kleeblätter sammeln oder stößt auf ungewöhnliche Gegenden wie einen verlassenen Spielplatz oder ein Blumenfeld.

Ebenfalls kann man im Wald auf andere Menschen treffen, welche allein im Wald sind. Wenn man mit diesen interagiert, kommt es zu einer kurzen Zwischensequenz in Spielgrafik und dann folgt ein Blackout.

Nach dem Blackout findet man sich auf dem Pfad wieder. Es regnet jetzt in strömen und der Charakter liegt auf dem Weg. Sobald man sich bewegt steht er auf und läuft nur noch sehr langsam und geknickt. Vor einem ist das Haus der Großmutter, also bewegt man sich darauf zu.

Im Haus selbst gibt es einen Wechsel der Kamera. Anstatt den Charakter wie bisher nur von hinten zu betrachten sieht man jetzt durch dessen Augen. Je nachdem mit welchem Menschen im Wald man zuletzt etwas zu tun gehabt sieht das Haus anders aus und man durchläuft andere Räume. Ausserdem durchläuft man mehr Räume, je mehr besondere Gegenstände man im Wald gefunden hat. Dass das Haus nicht ganz normal ist sieht man bereits auf den ersten Blick.

Hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu

Hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu

Mal wackelt ein Schaukelstuhl ohne erkennbaren Grund, dann durchzieht schwarzer Nebel einen Raum. Ein andermal ist an der Decke eine Kreissäge statt einem Ventilator und bei einem anderem Besuch ist man plötzlich in einem riesigem Raum in welchem sich die Tapete bewegt. Als ob das allein noch nicht genug wäre wird man von den verschiedensten Geräuschen verängstigt. So knurrt zum Beispiel ein Wolf und wird dabei immer lauter, was einen zur Eile ansport, mit dem Gefühl im Rücken verfolgt zu werden. Im Haus selbst bewegt man sich jedoch wie auf einer Schiene. Man läuft vorwärts indem man einen Knopf drückt und kann sich nur beschränkt umsehen. Dies tut der sehr dichten Atmosphäre jedoch keinen abbruch. Schließlich gelangt man in einen Raum mit einem Bett und…stirbt. Daraufhin sieht man noch einige Bilder aufblinken, welche sehr interpretationsbedürftig sind und womöglich zeigen, was dem Charakter in seinen letzten Augenblicken wiederfahren ist. Dadurch kann man vermuten, dass der Gang durch das Haus eine Art ist den Tod des Charakters zu erleben.

Im Spiel selbst gibt es jedoch weder gewalthaltige Szenen noch Szenen mit sexuellem Inhalt. Beides lässt sich jedoch hineininterpretieren. Und obwohl diese Szenen fehlen ist das Spiel für Kinder durch die Atmosphäre, welche das Spiel vermittelt und der Thematik des Todes ungeeignet. Erwachsene, welche Spass am Horror haben sollten jedoch einen Blick riskieren.

Das Spiel kann nur Online bei Seiten wie direct2drive.com oder bei der bekannten Plattform Steam erworben werden und kostet in etwa 10€. Des weiteren ist das Spiel wahlweise in Englisch oder Niederländisch, eine deutsche Sprache ist nicht integriert.

Zusammenfassung:

  • Düstere Stimmung
  • Subtiler Horror
  • Moderne Interpretation des Märchens Rotkäppchen
  • Neuartiges Spielprinzip

Gesamtwertung:

star_half

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2 Antworten to “The Path – Nichts für schwache Nerven”

  1. Carevi4 Says:

    Собственно сабж
    Истории есть?

  2. Steve Says:

    Wäre halt schön, wenn der Hersteller alle notwendige Software gleich beipacken würde. Nach der Installation erst mühselig nach einem speziellen 3D Viewer googeln und eine fehlende Datei nachinstallieren zu müssen, ist denkbar unprofessionell und sollte alleine Grund genug sein, ein solches Spiel erst gar nicht zu unterstützen.

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