There’s something strange in the neighbourhood

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Geisterfangen bei Mondschein

Geisterfangen bei Mondschein

Ghostbusters. Ein bekannter Film, ein ebenfalls bekannter Nachfolger und einige eher weniger bekannte Videospiele sind unter diesem Titel erschienen. Nun ist vor kurzem ein weiterer Titel unter diesem Namen erschienen. „Ghostbusters – The Videogame“ nennt er sich diesmal, spielt nach dem 2. Film und ist auch sehr unterhaltsam. Dafür sorgen einmal der Ghostbusters typische schwarze Humor und auch der altbekannte, nicht lizensierte Nuklearbeschleuniger, welchen man im Spiel in die Hand gedrückt bekommt.

Das Spiel selbst startet im Hauptquartier der Ghostbusters, wo gerade ein neuer Rekrut, der Spieler, aufgenommen wird. Einen Namen hat der Charakter des Spielers nicht, eine Stimme auch nicht. Ersteres liegt daran, dass Peter Vankman keine emotionalen Bindungen mehr aufbauen will, nach dem, was mit dem letztem Rekruten passiert ist, zweiteres daran, dass der Spielercharakter sowieso nie zu Wort kommt.  Obwohl man der Neue ist, hat man dadurch auch Vorteile, denn man darf die experimentelle Ausrüstung nutzen, welche einen bei falscher Bedienung bis nach New Jersey jagen würde. Soweit zumindest die Kommentare der anderen Geisterjäger, welche allesamt aus den Filmen bekannt sind. Im Spiel selbst sieht es anders aus. Von Geld, welches man für das fangen der Geister bekommt, gekaufte Upgrades wirken sich meist auch mit auf die anderen Geisterjäger aus und wenn der Protonenstrahler im Laufe des Spiels mit einem weiterem von vier Feuermodi ausgestattet wird hat auch jeder weitere Ghostbuster Zugriff auf diese. Die verschiedenen Feuermodi selbst reichen vom aus den Filmen bekanntem Protonenstrahler, über den noch aus dem 2. Teil bekannten Schleimwerfer bis hin zu unbekannten Feuermodi, von denen man mit einem die Geister verlangsamen und sogar einfrieren kann und einem weiterem, welcher einer Maschinenpistole ähnelt. Dabei hat jeder Feuermodus auch noch einen sekundären Feuermodus. So kann man mit dem Protonenstrahler einen Schuss abgeben, welcher Umgebungsschaden anrichtet, mit dem Schleimwerfer kann man Objekte oder Geister wegziehen, der Verlangsamungsstrahl wird zur Schrotflinte und der Maschinenähnliche Feuermodus erhält einen „Markierungsschuss“, wodurch alle Schüsse zu dem markierten Punkt fliegen.

Einiges davon klingt nun aber gar nicht nach Ghostbusters. Wozu brauch man zum Beispiel eine Schrotflinte? Und wozu einen schnell schiessenden Feuermodus? Ganz einfach: Zum Geister abschießen. Einen Großteil des Spiels über fängt man die Geister nämlich nicht, sondern schiesst sie wie in einem normalen Schooter einfach ab. Dabei hat jeder Geist eine Schwächen. Einige sind besonders anfällig gegen den Protonenstrahl, andere wiederum können den Schleimwerfer nicht ausstehen. Wogegen die Geister anfällig sind, erfährt man mit dem PKE. Mit diesem Gerät findet man nicht nur Schätze, für welche man Geld bekommt und deren oftmals witzige Hintrgrundgeschichte man sich im Menü nach dem Fund durchlesen kann, und teilweise versteckte Geister, sondern kann diese auch einscannen und so ihre Schwäche herausfinden.

Die Stärke des Spiels liegt jedoch eindeutig in den Stellen, bei denen man Geister fangen muss. Hierfür muss man die Geister erst einmal Schwächen, ehe man sie mit dem Protonenstrahl durch die Gegend zerren kann. Dann wirft man seine Falle aus und versucht, die Geister in diese reinziehen zu lassen. Da diese natürlich etwas dagegen haben, zappeln sie wild herum. Um das zu unterbinden, kann man sie gegen Wände, Decke oder Boden schlagen, wodurch sie kurzzeitig betäubt werden. Meistens hat man dabei auch die Unterstützung von drei weiteren Geisterjägern, welche selbstständig agieren. Diese helfen einem auch auf, wenn man verwundet am Boden liegt. Gleichzeitig sollte man seinen Kollegen hochhelfen, wenn diese ausgeschaltet wurden. Denn verloren hat man erst, wenn alle Geisterjäger handlungsunfähig sind. Leider machen die Kollegen das Spiel auch stellenweise zu einfach, da man sich fast nur hinstellen muss und zugucken kann, wie diese einen Geist nach dem anderem fangen. Ein Eingreifen des Spielers ist dabei fast unnötig.

Grafikmäßig lässt sich an dem Spiel kaum etwas aussetzen. Die Gebiete sind sehr Abwechslungsreich gestaltet und reichen von einem Hotel, über die Straßen New Yorks bis hin zu einem altem Schloss. Wenn dann noch die Protonenstrahlen fliegen kommt man sich fast vor wie im Film.

Die PC Version besitzt gegenüber den Konsolenversionen jedoch zwei große Nachteile. Einmal wird man auf dem PC mit dem DRM Kopierschutz und einer limitierten Aktivierung geplagt. Ausserdem besitzt die PC Versionen keinen Multiplayermodus. Auf der Konsole darf man dagegen sogar kooperativ auf Geisterjagd gehen.

Alles in allem ist das Spiel eine gelungene Umsetzung von Ghostbusters, hat jedoch mit einigen Schwächen zu kämpfen.

Zusammenfassung:

  • Schwarzer Humor
  • Geisterfangen mit Protonenstrahler
  • teilweise typische Actionshooterabschnitte
  • DRM Kopierschutz

Gesamtwertung:

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