BioShock – Genetische Manipulation von morgen

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BioShock 2 ist derzeit in aller Munde und auch der nächste Teil spielt in der Unterwassermetropole Rapture. Das ist Grund genug um vorher nocheinmal BioShock 1, den inoffiziellen Nachfolger von System Shock 2, unter die Lupe zu nehmen.

Rapture!

Rapture!

Dass mysteriöse Geschichten oftmals mit einem Flugzeugabsturz beginnen, wissen Zuschauer der Serie Lost schon länger. Und auch BioShock fängt mit einem mysteriösem Flugzeugabsturz über einem noch mysteriöserem Leuchtturm mittem im Ozean an. Da dieser Leuchtturm die einzige Rettung weit und breit darstellt, bewegt man sich natürlich darauf zu. Im innerem findet man ein U-Boot vor, welches einen zu der beeindruckenden Unterwassermetropole Rapture bringt. In dieser Unterwasserstadt gibt es weder Ethik noch Moral. Große Künstler und Wissenschaftler können hier ohne Beschränkungen ihrer Berufung nachgehen. Und eine dieser Entdeckungen, das Adam, hat dafür gesorgt, dass die eins leuchtende Metropole im Art Déko Stil verkommen ist.

In Rapture angekommen machen wir schnell mit mehreren Leuten Bekanntschaft. Einmal mit Atlas, einem Überlebenden aus Rapture, welcher seine Familie retten will und der dazu unsere Hilfe benötigt und den Splicern, den vom Adam mutierten Einwohnern Raptures. Schnell ist klar, dass man hier ohne Waffe nicht lange überleben wird. Glücklicherweise ist eine Rohrzange schnell gefunden und wir können uns endlich wehren. Doch ein paar Meter weiter finden wir bereits das Kernelement von BioShock: ein Plasmid. Die Szene, in der man sein erstes Plasmid erhält, entbehrt leider jeglicher Logik und so müssen wir uns damit abfinden, dass der Hauptcharakter in einer verfallenen Unterwasserstadt, in der es vor Mutanten nur so wimmelt, es für eine gute Idee hält, eine merkwürdige Flüssigkeit aus einer rostigen Spritze in seinen Arm zu spritzen.

bienen

Feuerbälle waren gestern, heutzutage verschießt man Killerbienen.

Plasmide, das sind in Rapture genetische Veränderungen, welche dem Charakter besondere Fertigkeiten verleihen, in diesem Fall ein Elektroblitz. Mit diesem kann man Gegner kurzfristig bewegungsunfähig machen um sie zum Beispiel einfacher mit der Rohrzange zu treffen, elektrische Geräte wie Geschütztürme oder Sicherheitsbots kurzzeitig lahmlegen oder einfach mal eine Pfütze unter Strom setzen, um den darin befindlichen Gegnern Schaden zuzurügen. Dass dieses Plasmid nicht das einzige bleiben wird sollte klar sein. Was nicht sofort klar ist ist, dass es mehrere Arten dieser Plasmide gibt. Einmal die gewöhnlichen wie Elektrobltize, Feuerbälle oder Telekinese, vergleichbar mit Zaubersprüchen aus Rollenspielen, welche man nur bei einem ausreichenden Vorrat einer Substanz namens EVE nutzen kann, vergleichbar mit Mana, zum anderen gibt es noch so genannte Tonika, welche sich auf die Unterkategorien Körper, Technik und Kampf verteilen. Die Tonika sind passive Plasmide, welche kein EVE benötigen und immer aktiv sind. So kann man zum Beispiel mehr Schaden einstecken, hat es bei den Hackminispielen leichter oder der Alarm ist kürzer, wenn man einen auslösen sollte.

Plasmide und Tonika kann man einmal in den einzelnen Levels finden. Man kann sie jedoch auch an in der Stadt verteilten Gatherers Garden Automaten kaufen. An diesen Automaten erwirbt man auch neue Plätze für Plasmide und Tonika sowie mehr Gesundheit oder EVE.

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Retten oder ausbeuten? Die Wahl liegt bei uns.

Dazu benötigt man jedoch Adam. Und dieses bekommt man nur von den sogenanntnen Little Sisters, welche das Adam aus Leichen ziehen. Natürlich wollen auch die Splicer an das Adam kommen, weshalb die Little Sisters von Bigdaddys beschützt werden. Und diese sind nicht gerade schwach. Es gibt sie in zwei Ausführungen. Einmal als Bouncer, dem Nahkampfspezialisten der gerne angestürmt kommt und dem Spieler mit einem Bohrer zu Leibe rücken will und den Rosie, welcher aus der Ferne mit einem Nietengewehr schießt und Granaten wirft. Wenn man mit diesen Gesellen jedoch fertig geworden ist kommt man an die Little Sisters. Nun stellt einen das Spiel vor die Wahl: ausbeuten und töten, wodurch man mehr Adam bekommt oder retten, wodurch man ab und an ein Geschenk in Form von Adam und anderen Gegenständen erhält. Je nachdem wie viele der Little Sisters man rettet oder ausbeutet erhält man ein anderes der 3 möglichen Enden.

Das Spiel hat jedoch auch seine Schwächen. So ist es stellenweise oftmals zu leicht. Mit den richtigen Tonika braucht man das gesamte Spiel über fast nur die Rohrzange. Schusswaffen einzusetzen lohnt sich sowieso kaum, da die Munition in den Levels äußerst rar gesäht ist. Auch gibt es des öfteren mal Hackminispielchen, in welchen man eine Flüssigkeit zu einem Zielpunkt leiten muss, indem man Röhren verschiebt. Es empfiehlt sich, vor jedem zu speichern, denn manchmal sind diese viel zu einfach, an anderen Stellen jedoch wieder unmöglich, da das Spiel die Röhren gerne so verteilt, dass es unmöglich ist diese zu schaffen, weil der Ausgangspunkt zum Beispiel nur mit Alarmröhren umgeben ist, zu welchen die Flüssigkeit nicht gelangen darf. Löst man den den Alarm aus, nimmt man zum einen Schaden und jagt sich selbst die Sicherheitsdrohnen, fliegende, mit Maschinengewehren bewaffnete Roboter, auf den Hals. Dann merkt man manchmal wiederrum zu spät, dass man sich verbaut hat und schon die erste Röhre, durch welche die Flüssigkeit fließt, hätte austauschen müssen. Nur dumm, dass man das vorher nicht weiß und dann nicht schnell genug eine passende Röhre findet. Ausserdem kann es auch andersrum sein. Dass man sich verbaut, wenn man die erste Röhre austauscht. In solchen Fällen bleibt einem nur übrig zu laden und es neu zu versuchen. Zum Glück sind diese Minispielichen in den seltensten Fällen Pflicht. Ein weiteres Minispiel hingegen ist weitaus wichtiger: Fotografieren. Sehr früh im Spiel erhält man eine Kamera, mit der man die Gegner in Rapture fotografieren kann. Daudrch erhält man manchmal Tonika oder richtet gegen den entsprechenden Gegner mehr Schaden an.

Die Atmosphäre ist nicht allzugut gelungen. Zwar sieht Rapture wundervoll aus und auch die Skriptsequenzen sind gut, jedoch will dass Spiel Horror verbreiten, woran es kläglich scheitert. Während dem Spielen bin ich genau einmal erschrocken, als mir nach etwas mehr der Hälfte des Spiels der erste Splicer begegnet ist, welcher die ganze Zeit wie eine Leiche rumlag und dann aufgesprungen ist als ich mich ihm genähert hab. Ansonsten fehlt dem Spiel einfach die Horroratmosphäre. Das wird jedoch durch die verrückten Charaktere wieder ausgeglichen. So gibt es zum Beispiel einen Chirurgen, welcher es sich zum Ziel gemacht hat die Symmetrie zu beseitigen. Auch die Erzählweise der Story über Tonbänder, welche man überall in der Stadt findet, ist interesannt. So erfährt man teilweise, was in Rapture passiert ist und bekommt mit, wie einige der Personen nach und nach ihren Verstand verloren haben und durchgedreht sind. Die Story des Spiels gehört auch heute noch zu einer der besten. Selten zuvor kam ein Plot dermaßen unerwartet. Diese Dinge lassen dann doch über die Kritikpunkte hinwegsehen.

Zusammenfassung:

  • Interesannte Plasmide und Tonika
  • Sehr eindrucksvolle Geschichte
  • oftmals zu leicht

Gesamtwertung:

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Eine Antwort to “BioShock – Genetische Manipulation von morgen”

  1. Gamer PC Schweiz Says:

    Für Bioshock 2 muss ich mir wirklich einen neuen Gamer PC zulegen. Mein spezieller Flugsimulator Computer und meine 3D CAD Workstation eignen sich leider nicht zum Spielen, wie ein Gamer PC. Und da Bioshock 2 ein sehr geniales Spiel ist, wird sich der Gamer PC Schweiz Kauf lohnen!

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