Grafik – Es reicht!

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AntiAliasing, Bump Mapping, Trilineares Filtering, HDRR, Bloom, Raytracing, Tesselation…alles sind verschiedenen Techniken, welche heutzutage bei der Grafik von vielen Spielen eine Rolle spielen, einige sind nicht mehr wegzudenken, andere sehen einfach nur hübsch aus. Darum ein Aufruf an die Entwickler: ES REICHT! Seit Jahren schon steht primär bei den Spielen immer nur die Grafik im Mittelpunkt. Andere, teilweise viel wichtigere Dinge, fallen unter den Tisch oder werden nur Stiefmütterlich behandelt.

Praktisch immer wird die Grafik zum Aushängeschild, Spielelemente, KI, Story fallen oftmals unter den Tisch. Assassin’s Creed glänzte mit seiner Grafik, wenn man durch die Städte ging hat man sich gefühlt wie ein einzelner Mensch in einer riesigen, bevölkerten, Stadt. Aber was hatte man zu tun? Mit einigen, wenigen, Nebenaufträgen Informationen sammeln, zum Attentatsziel gehen, zuschlagen, flüchten. Und das ganze nochmal von vorne, diesmal nur mit einem anderem Opfer, an einem anderem Ort. Zwischendurch musste man noch Türme erklimmen um die Nebenaufträge auf der Karte zu sehen…Kamerafahrt zum bewundern der Grafik inklusive. Prince of Persia (2008) – Wundervolle Landschaften, die wie aus einem Gemälde wirken. Das Spielprinzip dahinter? Zu 80% der Spielzeit war man in der Welt unterwegs und musste Lichtkeime sammeln um weiterzukommen. Far Cry 2 – Feuer! Es breitet sich aus und sieht dabei noch verdammt gut aus…die Missionen des Spiels? Monoton. Crysis – Der Grafikblender der letzten Jahre schlechthin. Noch nie zuvor war Grafik so nah an der Realität. Story? Praktisch nichht vorhanden. KI? Glänzt mit Aussetzern. Spielprinzip? Von der Ankündigung, dass die Koreaner sich merken wie man am Anfang vorgeht und sich dadurch der Spielverlauf ändert ist am Ende nichts mehr übrig geblieben. Man läuft durch die Level und kann wild um sich ballern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Aufgrund der Tatsache, dass heutzutage so ziemlich jeder große Entwickler nur auf Grafik setzt gehen die anderen Aspekte eines Spiels unter. Für KI Berechnungen verwendet man zum Beispiel nur 4% der Leistung eines CPU Kerns. Für vernünftige KI müsste man die KI von einem ganzen Kern alleine berechnen lassen, der nichts anderes tut. Dass ein Spiel aus mehr als nur aus Grafik besteht zeigen oftmals die wenig beachteten Freeware oder Independentspiele. Dwarf Fortress zum Beispiel setzt auf alles, ausser auf Grafik. Das Spiel stellt die Spielabläufe komplett mit ASCII Zeichen dar. Trotzdem ist es sehr beliebt. Wieso? Weil es ein ausgeklügeltes Spielprinzip besitzt: Man muss mit einer kleinen Zwergenmannschaft eine neue Festung gründen und lässt Höhlen ausheben, welche man zu räumen macht, leitet Wasser um, um die Zwerge mit einem Springbrunnen zu erfreuen oder für Nahrung im Winter zu sorgen und kümmert sich um komplexe Wirtschaftskreisläufe.

An den heutigen Spielen muss noch an mancher Ecke gefeilt werden, doch an einer garantiert nicht: an der Grafik. Also bitte liebe Entwickler: Verbessert die KI, überlegt euch interesannte Spielprinzipien, aber hört auf, die Grafik zu verbessern, denn das ist nicht mehr nötig.

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2 Antworten to “Grafik – Es reicht!”

  1. Dexxter Says:

    So true… und 1999 dachte ich, dass Deus Ex zu viele grafische Feuerwerke hätte.

    Doch ich irrte mich. Es war eine Mekka der fabulosen Fantasie.

  2. solo22345 Says:

    ja denke ich auch ic finde das die alten spiele grafisch zwar nicht so gut sind aber dafür die story wesendlich besser sind !

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